Es wird viel darüber diskutiert, ob man nun einen Durchstieg vom Fahrerhaus in die Wohnkabine braucht oder nicht. Dennoch weisen die meisten Fahrzeuge einen solchen Durchstieg auf.
Wir haben uns natürlich auch dafür entschieden. Die Vorteile liegen für uns auf der Hand. Nehmen wir an, es regnet Hunde und Katzen wenn man auf dem Parkplatz ankommen. Da möchte man doch nicht erst durch den Matsch stapfen und plitschnass werden, bevor man es sich in der wohligen Wärme gemütlich machen kann. So einfach ist der Einstieg in unsere Wohnkabine ohnehin nicht. Da muss erst einmal die Plattform unter der Tür heraus gezogen werden und die Leiter muss eingehängt werden. Bis dahin wären die Klamotten unter Umständen schon durchnässt.
Einen weiteren Vorteil finden wir z.B. wenn wir mal im Stau stehen. Da kann einer von uns mal eben nach hinten krabbeln und etwas zu knabbern oder zu trinken holen.
Auch wenn man mal etwas im Fahrerhaus vergessen hat, braucht man dank eines Durchstiegs nicht erst ganz außen herum zu laufen.
Für viele ist so ein Durchstieg aber auch ein Aspekt der Sicherheit. Es mag sein, dass man nicht immer an vertrauenswürdigen Orten übernachtet. Wenn dann eine Bedrohung irgend einer Art entsteht, kann man schnell nach vorn und sich aus dem Staub machen, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Fast alle derer, die die freie Lebensweise der modernen Nomaden leben, berichten jedoch, dass sie diesen Fall noch niemals erlebt haben.
So musste also als erstes ein Loch in Gustav geschnitten werden.

Hierzu wurde die gesamte Innenverkleidung der Rückwand ausgebaut. Um dort überhaupt dran zu kommen, wurden auch die Sitze entfernt (man beachte den Eimer als Ersatz für den Fahrersitz). Der mittlere Sitz wird erst gar nicht wieder eingebaut. An dessen Stelle wird später ein gemütliches Plätzchen für unsere Vierbeiner entstehen.
Da die hinteren Fenster zum Einen im Weg waren und zum Anderen später auch überhaupt keine Sinn mehr machen würden, wurden sie durch Bleche ersetzt.
Dann wurde ein großes Loch geschnitten und außen und innen mit einem Rahmen versehen.

Das große Brett diente lediglich dazu, dass es nicht rein regnen konnte während der Kleber trocknete und Gustav draußen geparkt war.
Einige Tage später konnten dann der Rahmen und die beiden neuen Bleche wieder lackiert werden.

Auf diesen Rahmen wird später ein Tunnel aus LKW Plane montiert.