16.02.2020
Am 09.12.2019 wurden die Teile für die Wohnkabine geliefert.
Welcher der drei Stapel es war wissen wir gar nicht mehr.
Da die Montagehalle noch besetzt war begann der eigentliche Aufbau der Kabine aber erst Anfang Februar.
Es ging mit der Vorbereitung der Seitenwand der Beifahrerseite los.
Es muss kalt gewesen sein, wenn ich mir den Mitarbeiter so ansehe
Auf diese Seitenwand wurde dann das gesamte Heck geklebt. Also untere und obere Seitenwand und das „Dach“ vom Balkon.
Am 16. Februar stattete Rico Gustav dann mal einen Besuch ab. Er wollte doch die Fortschritte mal mit eigenen Augen sehen. Außerdem nahm er die Gelegenheit wahr, mit Benny noch ein paar Dinge zu besprechen.
Bei der Ankunft sah Rico Gustav dann schon dort stehen. Inmitten anderer großer Autos in der Kälte.

Als er die Halle betrat bot sich ihm folgendes Bild. Da stand eine halbe Kabine. Ganz schon ganz schön groß. Oder es wirkt in der Halle nur so?

Hier sieht man das Heck. Unter dem Balkon soll später das Reserverad Platz nehmen. Wenn man genau hinsieht erkennt man, dass die Stoßstange ausziehbar ist. Wenn wir mit den Motorrädern im Auto fahren, kommt hinter die ausgezogene Stoßstange eine Schiene in der dann Ricos Motorrad stehen wird.
Wenn man sich andere Wohnmobile dieser Größe ansieht, die mit einem Balkon ausgestattet sind, sieht man von der Seite meistens eine Stufe. Diese Stufe gefiel uns nicht so sehr. Darum haben wir uns die durchgezogene Seitenwand mit der Abschrägung unten einfallen lassen. Das hat neben der Optik auch den Vorteil, dass wir dort noch Utensilien wie Schaufeln oder ähnliches unterbringen und den Bereich mit einer Plane schließen können. So ist dort dann auch alles vor Witterung und der Sonne geschützt. Wir dürfen beim Rangieren nur niemals irgendwo hängen bleiben.

Hier noch zwei weitere Impressionen von der bisherigen Kabine


Der Einstieg zum Bett hat wegen der Rundung oben eine etwas schwierige Form. Das Schneiden ist weniger das Problem als viel mehr die Verkleidung des Schnitts.
Eine interessant Diskussion gab es noch über die Position des Türgriffes für die Eingangstür. Ein Detail, über das man sich nur sehr selten Gedanken macht. Hier ist es allerdings von immenser Wichtigkeit. Der Boden der Kabine und somit die Unterkante der Tür wird später einmal in etwa 130cm Höhe über dem Boden sein. Also würde man den Türgriff natürlich gerne möglichst weit unten in der Tür verbauen. Von innen muss man sich jedoch immer bücken, um die Tür zu öffnen. Also sollte der Türgriff so hoch angebracht werden, dass man von außen noch gerade gut heran kommt. Und hier liegt das Problem. Rico war alleine nach Giengen gefahren. Isotta ist um einiges kleiner. Wie sollte Rico nun entscheiden, in welcher Höhe Isotta noch so eben gut an das Türschloss kommt? Hoffen wir mal, er hat die richtige Entscheidung getroffen. Wir werden es erst wissen, wenn wir beide vor dem fertigen Gustav stehen.
Noch ein paar Worte über das Material, dass hier verwendet wird.
Links ist die Außenseite. Sie besteht aus 3mm GFK. Innen sind es 2mm des gleichen Materials. Der Kern besteht aus einem Schaum aus geschredderten Kunststoffflaschen, also PET. Die gesamte Stärke der Wand beträgt stolze 60mm. Zum Vergleich: Die Wand eines Wohnmobils von der Stange ist gerade mal 30-40mm stark.
Für den Boden wird eine Kombination aus 2mm GFK, 6.5mm Birke- Multiplex, 76.5mm HD 300 Schaum, 6.6mm Birke-Multiplex, 6.5mm Birke-Multiplex und nochmals 2mm GFK verwendet. Somit ist der Boden sage und schreibe 100mm, also 10cm dick.






