Die Arbeiten an Gustav gehen nur schleppend voran. Das normale Leben hält immer wieder auf (scherzhaft gemeint). Aber wir stehen nicht unter Zeitdruck und oftmals ist eine Pause auch ganz gut, um den Kopf frei zu bekommen und sich nicht zu verrennen.
Im Keller laufen die Arbeiten an der Farbgebung der Fronten und Wände auf Hochtouren. Hierzu gibt es aber bewusst keine Bilder. Nachdem uns die ersten kritischen Kommentare zu den bisherigen Farben erreichten (Danke, Robin und Chiara), haben wir uns entschlossen, Euch mit dem Rest noch ein wenig auf die Folter zu spannen. Es bleibt spannend und bunt 😄. Bald kommen die ersten Wände. Dann seht Ihr mehr.
In Gustav stand diese Woche alles unter dem Zeichen Heizung. Warum Heizung doof ist, erklären wir weiter unten.
Eigentlich wäre es am einfachsten und am sinnvollsten, eine Ringleitung zu legen und die einzelnen heizenden Komponenten davon abzuzweigen. Dem im Wege steht allerdings das Thema „hydraulischer Abgleich“. Davon hatten wir zuvor auch noch nichts gehört. Aber es scheint für eine gut funktionierende Heizung wohl sehr wichtig zu sein.
Wasser ist – wie wir Menschen auch – ein eher faules Medium und geht gerne den Weg des geringsten Widerstandes und das ist oft auch der kürzeste Weg. Das heißt, dass die nächsten Heizkörper gut mit Wärme versorgt werden während weitaus weniger Wärme an den weiter entfernten Konvektoren ankommt. Um das auszugleichen sollte man also eine Möglichkeit schaffen, den Durchfluss zu den einzelnen Komponenten regulieren zu können um so für eine gleichmäßige Verteilung zu sorgen.
Wir kommen auf insgesamt 4 Heizkreise, die separat geregelt werden sollen: Bad, Sitzgruppe links, Sitzgruppe rechts und Bettbereich.
Die Regelung könnte man mit einfachen Kugelhähnen bewerkstelligen. Rico war diese Variante aber zu einfach (Thema „Verrennen“, siehe oben 😉).
Es ist also eine professionelle Verteilung aus dem Bereich der Fussbodenheizungen geworden. Hier kann man am Rücklauf die Durchflussmenge einstellen und durch kleine Schaugläser im Vorlauf das Ergebnis beobachten.
Ob das dann in der Praxis alles so funktioniert, wie es soll, wird sich zeigen.
Im Wohnraum wurden die Konvektoren für die Sitzgruppe montiert.
Weil diese Arbeit so schön ist, hat Rico noch weitere Löcher in die Trennwand gebohrt. Irgendwo müssen die Heizungsleitungen ja entlang laufen. Das GFK ist und bleibt aber ekelig. Man hat bei den Arbeiten ständig das Gefühl, dass das Zeug überall herum schwirrt und nur darauf wartet, dass es sich auf die Haut legen kann.
Die Heizungsleitungen haben wir erst einmal grob abgelängt und am Boden befestigt.
Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom. Genauso gibt es viele Möglichkeiten, welche Heizungsleitungen man verwendet. Der Hersteller empfiehlt Aluminiumrohre. Das haben wir im Bettbereich benutzt. Viel einfacher in der Handhabung sind jedoch sog. 16mm Mehrschichtverbund Aluminiumrohre aus dem professionellen Heizungsbau. Sie sind stabil und lassen sich wunderbar mit Hilfe einfachster Werkzeuge biegen.
Der Vorlauf und die Rückläufe für die Beifahrerseite fanden ihren Platz in der Zwischenwand.
Langsam wird’s hier eng.
Die Heizung und der Boiler im Bad können noch nicht verlegt werden. Dafür brauchen wir die ersten Wände.
Aber im Bettbereich konnte es schon weiter gehen.
Die Leitung hierfür kommt aus dem Boden des Bettes. An dieser Stelle findet sich eine Entlüftung und ein Kugelhahn. Mit ihm können wir die Heizung hier oben regulieren. Die Temperatur vom Rest des Wohnraums regeln wir über einen zentralen Thermostaten. Das Bad wird ebenfalls separat regelbar werden.
Am Kopfende des Bettes findet sich ein weiterer Konvektor. Dies ist aber nur ein kleiner. Er hat die Aufgabe, die Belüftung unterhalb der Matratze sicher zu stellen. Die Idee ist, Löcher in den Boden des Bettes am Fussende zu bohren. Luft soll dann unter der Matratze hindurch am Kopfende wieder austreten können. Der Konvektor soll diese Zirkulation unterstützen/in Gang setzen. Die Löcher werden wir außerdem nutzen, um die Stromleitungen von den Solarzellen zu den Solarladereglern zu verlegen.
Zwischendurch haben wir die Leitungen nach und nach mit den einzelnen Komponenten der Heizung verbunden.
Und spätestens hier wird der Titel dieses Blogs deutlich. Es gibt so viele Schraubverbindungen mit unterschiedlichen Durchmessern. Diverse Zollmaße, diverse mm-Maße und alle wollen irgendwie mit einander verbunden werden. 1 Zoll und ¾ Zoll am Heizungsverteiler, 16mm Verbundrohre, 22mm Innendurchmesser der Gummischläuche. Und dann kommt da noch die Frage ob später alles dicht sein wird.
Für die Verbindungen zwischen den Schläuchen, die an den Konvektoren montiert sind und dem 16mm Verbundrohr haben wir diese Variante gefunden
Unten sieht man eine Tülle, die einfach in den Gummischlauch gesteckt und mit einer Klemmschelle gesichert wird. Darüber sind die Einzelteile der Klemmringverschraubung für das 16mm Verbundrohr. Die Schraubverbindung ist ¾ Zoll.
Alle, ja wirklich alle Verschraubungen hat Rico mit Teflonband abgedichtet. Ob das so richtig ist? Ob man vielleicht hier und da Anzugsdrehmomente beachten muss? Wir wissen es nicht. Die Praxis wird es zeigen.







