Schon viel zu lange her…

… dass wir den letzten Beitrag veröffentlicht haben.

Das Thema Heizung hat uns in den letzten Wochen weiter beschäftigt und ist auch immer noch nicht ganz abgeschlossen.
Es ging weiter mit dem Verlegen der Leitungen für die Heizung im Schlafbereich. Sie verlaufen vom Konvektor in den Bereich der Heckgarage, unterhalb des Schranks und kommen im hinteren Bereich von ihm wieder hoch. Das Ausgleichsgefäß hat seinen Platz hinter der zukünftigen Vitrine gefunden.

Der nächste Schritt war nun, die eigentliche Heizung zu platzieren. Die erste Idee war, sie im Innenraum zu verbauen. So sollte sie maximal geschützt sein. Das Platzangebot im Zwischenraum hätte mit Ach und Krach gereicht. Wir hätten aber so viele Leitungen wie Diesel, Frischluft und Abgasleitung durch den Boden führen müssen, dass wir uns dafür entschieden haben, sie doch nach draußen zu verbannen.
Dank des guten Wetters machte die Arbeit unter, auf, in und mit Gustav richtig Spaß!

Doch wo ist der Spaß ohne die Herausforderungen?!

Es mussten Löcher für die Befestigung der Heizung in den Zwischenrahmen gebohrt werden. Wir waren gespannt, wie sich unsere Bohrer im Kampf gegen den Rahmen schlagen würden. Unsere Sorgen waren unbegründet. Mit genügend Öl als Kühlmittel ging der Bohrer klaglos durch das Metall. In diese Löcher mussten nun Gewinde geschnitten werden. Zwar hatte Rico das schon mal gemacht. Aber nicht allzu oft und so blieb es spannend. Auch hier stellte sich heraus, dass es einfacher war, als wir zunächst befürchtet hatten. Bevor die Schrauben in die Gewinde geschraubt wurden haben wir natürlich mit hoffentlich reichlich Zinkpulverspray dafür gesorgt, dass wir uns an diesen Stellen keinen Rost einfangen. Die Heizung saß nun also. Frostbeule Frau ist somit entspannter.
Nun kamen die Löcher für die Heiz- und Stromleitungen dran. Mit einem Kernbohrer ein Loch durch eine 30mm dicke Wand im Innenraum zu bohren ist eine Geschichte. Das Gleiche jedoch bei einem 100mm dicken Boden eine vollkommen andere, da wir keine Kernbohrer mit dieser Länge besitzen. Also mussten diese Löcher in zwei Arbeitsgängen gebohrt werden. Einmal von unten und einmal von oben. Anschließend haben wir wieder den selbstklebenden Filz benutzt um die scharfen Kanten von unserem Mikrotunnel zu polstern.
Puh, das war geschafft.

Jetzt mussten die weiteren Leitungen gelegt und befestigt werden. Auch hier haben wir zur Befestigung wieder Löcher in den Zwischenrahmen gebohrt und sie mit Gewinden versehen.
Die erste Leitung war das Abgasrohr. Es enthält einen Schalldämpfer und ist aus der Verpackung heraus ziemlich lang. Erst nach geraumer Zeit wurde uns bewusst, dass man diese Leitung fast nach Belieben kürzen kann. Das erleichterte die Auswahl des Weges, den diese Leitung gehen sollte, erheblich.
Am Ende sah es so aus:

Die schwarze Leitung oben im Bild ist übrigens die Frischluftzufuhr mit dem davor sitzenden Filter/Schalldämpfer.

Nun noch schnell die Dieselleitung und schon sind wir fertig. Dachten wir… Es begann zu regnen! Zum Glück ist genügend Platz unter Gustav um zumindest bei den Arbeiten am Zwischenrahmen trocken bleiben zu können. Dennoch war Rico am Ende naß bis auf die Knochen. Gut, ein wenig Schweiß war auch dabei…

Rechts im Bild ist die Kraftstoffpumpe zu sehen.

Mit allen angeschlossenen Kabeln und Schläuchen sieht es nun so aus:


Damit dachten wir nun, das Thema Heizung sei zu einem großen Teil abgeschlossen. Leider war dem nicht so.
Die wunderschöne Umwälzpumpe, die wir gekauft hatten, weil die Originale etwas laut sein soll, passt von den elektrischen Anschlüssen nicht an unsere Eberspächer Heizung. Diese überwacht im Betrieb die Funktion der Umwälzpumpe. Dafür existiert für die originale Pumpe eine Datenleitung, die an die zusätzlich angeschaffte Pumpe nicht angeschlossen werden kann. Ohne die Signale von der Pumpe würde die Heizung also immer von einer Fehlfunktion der Pumpe ausgehen.
Wie wir dieses Problem lösen können, wissen wir noch nicht. Wir haben uns vorerst dazu entschieden, die originale Pumpe zu verbauen und abzuwarten, wie laut sie wirklich ist.

Wir werden berichten…

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