Nachdem das Thema Heizung für‘s erste erledigt ist, ging es in den letzten Wochen mit dem Innenausbau relativ zügig weiter. Während man wegen der vielen kleinen Baustellen bisher irgendwie kaum Fortschritte sehen konnte, sollte sich dies nun endlich ändern.
Die ersten Möbel fanden Einzug in die Kabine.
Den Anfang machte der Schrank im Eingangsbereich. Nun sollte sich zum Einen zeigen, wie genau die Kabine gebaut worden war und wie genau Rico im letzten Sommer bei der Vorbereitung der einzelnen Möbelteile gearbeitet hatte.
Die erste Wand, die wir einbauten war die Wand, die das Bad vom Schrank im Eingang trennt.
Die Möbel werden teilweise mit Winkelprofilen aus Aluminium und mit Stahlwinkeln an den Wänden und am Boden befestigt. An der Decke wird nichts befestigt. Bei unterschiedlichen Temperaturen dehnt sich die Kabine aus oder zieht sich eben auch wieder zusammen. Wenn die Möbel dann sowohl an der Decke, als auch an den Wänden und dem Boden befestigt wären, würde das Holz unter diesen Kräften brechen und reißen. Somit bleibt zwischen den Wänden und der Decke ein Spalt von 1-2mm.
Im Boden befindet sich unter der Deckschicht aus GFK eine 15mm starke Holzschicht. Hier reicht es, die Leisten und Winkel einfach mit Schrauben am Boden zu verschrauben. Die Wände haben jedoch keine solche Holzschicht. Hier werden die Leisten mit (Achtung, Schleichwerbung) Sikaflex verklebt. Damit die Leisten während der Trocknungszeit nicht verrutschen werden sie mit Nieten in Position gehalten.
An diese Wand wurde der Warmwasserboiler montiert. Jetzt war noch genügend Platz um das ohne großes Gefummel in irgendwelchen Ecken und Nieschen zu erledigen. Da der Boiler an sich schon ein echter Klotz ist (hoffentlich haben wir uns mit der Größe nicht übernommen) und mit Wasser gefüllt noch einmal 20Kg schwerer wird, muß die Befestigung schon einiges aushalten. Wir haben uns dazu entschieden, Einschlagmuttern in die Wand einzubringen und den Boiler daran zu verschrauben. Wir denken, das sollte stabil genug sein.


Der weitere Aufbau des Schranks glich dem Spiel Tetris. Wir mussten genau überlegen, welches Brett wir als nächstes einbauten. Der Schrank ist alles in allem etwas verschachtelt. In dem Bereich, den man vom Wohnraum aus sieht, werden später der Kühlschrank und der Backofen stehen. Darüber werden diverse größere Küchengeräte ihre Garage haben. Hinter all diesem wäre allerdings ziemlich viel Freiraum. Dieser Freiraum wird vom Bad aus durch kleine Fächer genutzt.
Um aber die Böden der Fächer an der Wand verschrauben zu können, durfte natürlich die Rückwand des Schranks für den Kühlschrank noch nicht drin sein. Die kam deshalb also erst danach an die Reihe.


Am Ende dieses Tages war es ein tolles Gefühl. Das erste Möbelstück war soweit fertig. Ein weiterer Meilenstein war gesetzt. Das sich dieser Aktionismus noch rächen sollte, zeigte sich viel später erst.
Die Zuschnitte passen bisher ziemlich genau. In den meisten Fällen ist sogar alles rechtwinklig. Von der Decke bis zum Boden laufen die Wände ca. 5mm weg. Aber bei einer so großen Fläche ist das wirklich sehr wenig und mit ein paar Strichen mit dem Handhobel sind die Möbelteile schnell angepasst.
In den folgenden Tagen ging es Schlag auf Schlag weiter. Die einzelnen Wandteile, die das Bad bilden, wurden nach und nach eingebaut.
Beim Einpassen der Platte für den Waschtisch zeigte sich, dass wir alle wirklich bis auf den Millimeter genau gearbeitet hatten. Nur an der Ecke, an der das Scharnier für die Durchgangstür zum Fahrerhaus sitzt, musste der Waschtisch etwas ausgeschnitten werden.


Als nächstes war der Boden dran. Der Unterbau für die Duschwanne wurde verschraubt und die Wanne durfte zum ersten Mal an ihrem Platz probeliegen.


Möbel einbauen macht richtig Spaß. Man sieht endlich, dass sich etwas entwickelt. Trotzdem mussten wir uns immer wieder bremsen, denn die Leitungen für Kalt- und Warmwasser, Heizung und Strom wollen auch noch verlegt werden. Wenn dann die Möbel im Weg sind, wird es ein fürchterliches Gefummel (man merke sich diese Worte…)


