Was musste alles verlegt werden?
– 230V Leitungen für Steckdosen, Boiler, Kühlschrank und evtl. Gefrierfach
– 12V Leitungen für Licht und ebenfalls für den Kühlschrank
– Kaltwasser zum Boiler und zum Waschbecken
– Warmwasser zurück in den Rest des Wohnraums und zum Waschbecken
– Die Heizungsleitungen zum und vom Boiler
– Abwasserleitungen
(da fehlt noch etwas. Dazu aber später mehr)
Wir fingen mit dem Verlegen der Heizungsleitungen an. Die losen Enden waren sowieso in letzter Zeit im Weg. Das Anschließen an den Boiler ging auch ohne weitere Probleme.
Als nächstes kamen die Wasserleitung dran. Die Kaltwasserleitung wurde mit der Wasserpumpe verbunden.
Für die Verbindungen, Abzweigungen und Anschlüsse benutzen wir übrigens das System UniQuick von Reich. Die Rohrenden werden einfach in die Anschlussteile geschoben, ein Sicherungsring eingesteckt und fertig ist die Verbindung. Dieses System ist so einfach zu verlegen, dass man kaum glauben kann, dass es wirklich dicht sein soll. Aber wir vertrauen den Berichte anderer und der Empfehlung von Benny.
Die Anschlüsse am Boiler wurden fertig gestellt. Die Leitungen für das Waschbecken müssen noch warten. Wir haben ja noch keines.



Damit wir wissen, wo die Leitungen unter der Toilette entlang laufen können und sollen, musste der Bereich weiter gebaut werden.
Hier haben wir etwas mehr sägen und anpassen müssen, da wir von vorn herein bei einigen Möbelteilen Toleranzen eingeplant hatte, die wir nun aber gar nicht brauchten. Bei der Gelegenheit haben wir dann auch gleich den Hängeschrank über der Toilette eingebaut.
Wenn man an Frischwasser denkt, denkt man auch an Abwasser. Also haben wir uns als nächstes damit befasst. Unser Frischwassersystem mag etwas eigenwillig geplant sein. Ob es funktioniert, wird die Zeit zeigen.
Die Hauptabflüsse zum Abwassertank bilden die beiden Abflüsse aus der Duschwanne. Das zu erklären ist vielleicht etwas schwierig. Hier mal eine Skizze unseres Abwassersystems:
Die Idee ist, dass wir beim Händewaschen auch gleich die Urinleitung spülen. Alles geht dann in den Abwassertank.
Die Duschwanne haben wir mit zwei Flanschen versehen, in die einfache HT40 Rohre aus dem normalen Installationsbedarf gesteckt werden.
Es galt also mal wieder Löcher in den Boden der Kabine zu bohren. In diese haben wir dann ebenfalls HT40 Rohre geklebt. Wenn die Duschwanne an ihre Position gesetzt wird, gleiten die HT Rohre an der Wanne in die Anschlüsse im Boden.


Unter der Toilette haben wir den Anschluss des Trenneinsatzes zu den Abwasserrohren steckbar gemacht. Wenn wir den Deckel des Toilettenkastens abnehmen, bleiben so alle Rohre und Leitungen an ihrer Stelle.
Man kann die Anschlüsse aus HT40 Rohren gut erkennen.
Damit die vielen Leitungen unter der Toilette ordentlich liegen können, haben wir Abstandshalter auf den Boden der Kabine geschraubt. Hierauf wird dann ein doppelter Boden montiert auf dem der Behälter für die Feststoffe aus der Toilette stehen kann.
Nun hatten wir Wasser, Heizung und Abwasser verlegt. Als nächstes kam der Strom dran.
Im Bereich 230V haben wir zwei Leitungen verlegt. Die eine, drei-adrig, ist für Steckdosen für die Zahnbürsten oder was man auch immer im Bad benötigt. Die zweite Leitung ist fünf-adrig. Sie wird den Boiler, den Kühlschrank und evtl. ein Gefrierfach versorgen.


Da wir uns noch nicht für einen speziellen Kühlschrank entschieden haben, werden wir auch noch eine separate 12V Leitung legen.
Ein paar Mal hatten wir ja schon Andeutungen gemacht, was das Verlegen von Leitungen unter Möbeln angeht. Hier kommt die Auflösung.
Über dem Kühlschrank soll ein Gasbackofen eingebaut werden. Die Gasleitung für ihn muss aus dem Küchenbereich heraus, unter dem Bad hindurch, in den Schrank im Eingangsbereich und hier nach oben verlegt werden. Das klingt erst einmal nicht schwierig. Wenn man aber bedenkt, dass die Gasleitung aus Weichstahl besteht, wird einem schnell klar, dass diese Leitung nicht so einfach zu biegen ist, wie die Leitungen, die wir bisher verlegt haben. Das Zeug ist wirklich stur und lässt sich nur mit einer speziellen Biegezange formen. Wenn wir das früher bedacht hätten, hätten wir die Gasleitung noch vor dem Einbau irgendwelcher Möbel verlegt. Nun hatten wir zwei Möglichkeiten: 1. Die Möbel müssen wieder raus oder 2. wir arbeiten mit verschraubten Winkeln. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden. Natürlich können Verschraubungen undicht werden. Aber ein Gaswarner wird später sowieso installiert und der sollte uns rechtzeitig warnen, wenn etwas schief läuft.
Hier mal ein paar Bilder mit Gasleitung


Endlich war auch das geschafft und das Bad konnte geschlossen werden. Die Trennwand zwischen Küchenbereich und Bad hatten wir bisher nicht eingebaut, um besser unter der Toilette arbeiten zu können. Jetzt aber konnten wir diesen Bereich abschließen.





