Hängeschränke und Heizungsgeschichten

Fürs erste war das Bad so weit fertig. Ja, natürlich fehlen noch Türen und Klappen und so… Aber wo wäre die finale Aufregung, wenn Zimmer für Zimmer fertig wären? Somit gibt es dieses Schmanckerl erst ganz zum Schluss und der Wohnraum gerät jetzt ins Visier.

Um für die Montage besser dran zu kommen, begannen wir mit den Hängeschränken. Einige Aluwinkel wurden zugeschnitten, mit Löchern versehen, angschliffen und Primer für den Kleber aufgetragen. Die Wände der Kabine bekamen ihre Löcher für die Befestigung und auch hier wurde die Oberfläche gereinigt und der Primer aufgestrichen. Anschließend haben wir die Leisten an die Wände geklebt.

Als der Kleber ausgehärtet war, haben wir die senkrechten Wände der Hängeschränke mit den Leisten verschraubt. Die Böden der Hängeschränke haben wir mit Winkeln an den Wänden verschraubt. Zusätzlichen Halt bekommen sie durch die Fensterrahmen, auf denen sie aufliegen.

Und wieder waren wir überrascht, wie genau alles zusammen passte. Wir haben nur wenig nacharbeiten müssen.

Das sieht doch schon mal toll aus.
Einen Nachteil haben die Hängeschränke allerdings: Sie waren bisher nicht da und so hat sich Rico auch schon mindestens drei Mal den Kopf an ihnen gestoßen 😄. Aber eine alte Handwerker Weisheit besagt: Wo nix ist, kann auch nix kaputt gehen.

Ohne eine funktionierende Heizung, weiß Rico, braucht er mit Frostbeule Isi nirgendwo hinzufahren. Somit galt die Konzentration nun den Heizkörpern. Sie sehen ja schon schick und professionell aus…. Aber halten sie dem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel stand??? Wasser ist ja schon einer der agilsten Stoffe. Somit eine Melodie für jeden Feuerwehrmann: Wasser marsch!!!

Die Heizungsleitungen wurden geflutet und ruhig Blut, abwarten und Tee trinken. Sind die Leitungen und Verschraubungen dicht wie eine Windel von Pampers? Die Nächte schienen lang, sehr lang… Nach einer Woche purer Enthaltsamkeit von Gustav und Konditionierung hieß es: Luft anhalten und hoffen… Was denkt ihr? Ja genau, da waren Pfützen und Tropfen an allen Verbindungen, ausser dem Verteiler selber…. Und was sagt uns das? Greif am Besten immer gleich zum Hanf. Das hätte man wortwörtlich am Besten auch machen sollen, da nun auf dem Programm stand: ALLLE (Ja, ALLE!) Verbindungen gnadenlos zu ersetzen und die sickernde, giftige Flüssigkeit in der Anlage, mit stolzen 13 Litern Flüssigkeit, aufzufangen. Besser als jedes Mikrofasertuch hat Rico den Kampf gewonnen und die gesamte Anlage trocken gelegt. Wieder lernen wir, den Respekt vor dem Handwerk und das ohne eine Prise „Gustav-Aufregung“ der Tag so gar keinen Sinn macht. Mit viel Liebe und Feingefühl hat Rico jeder Verbindung mit Hanf die Angst genommen und wir haben nun keine Kneipp´schen Aufgüsse mehr in Gustav. Doch so ein aufrichtiges, geistiges Blumenpflücken erschien es Rico erst, als ihm auffiel: Der Boiler muss ausgebaut werden. Ist ja nicht so, dass er absichtlich, platzsparend, etwas kniffelig zum Herankommen, deshalb gleich zu Anfang verbaut wurde und überhaupt… eigentlich schon Agenda…. und wie reagiert ein Mann bei sowas??? Drei Tage schlechte Stimmung mit Murmeln, Grübeln und Motzen. Aber hilft ja alles nichts… Gott brauchte 6 Tage für die Welt und Rico für die trockene Wärme für die Frau nur weitere zwei Tage.

Bitte erwartet keine Beweise für dieses Missgeschick! Erstens, es ist ein Mann… Braucht es da noch mehr Erklärungen, warum man Fehler nicht zugeben kann? Geschweige denn schwere Beweislast wie Fotos? Es war so schon schwer zu verkraften.

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