Es ist schon wieder so viel passiert

Die Arbeiten an Gustav in den letzten Monaten verliefen ein wenig chaotisch. Es gibt unzählige Baustellen und die Auswahl durchaus breitgefächert. Es erinnert an einen Kinderwunsch, als Kind über Nacht in einem Spielzeugladen eingesperrt zu sein. Nun geht definitiv in Erfüllung! Aber nicht zu wissen mit was man zu Erst weitermachen soll, dann doch definitiv ein großes Übel. So haben wir uns also durchgewuselt.

Womit fangen wir also an, zu schreiben. Nachdem wir in den letzten Beiträgen so viel über den Wohnraum und den Außenbereich geschrieben haben, machen wir doch mal mit dem Schlafzimmer weiter und lüften ein weiteres Zimmer.
Wenn Ihr Euch vielleicht an die Pläne erinnern könnt, soll auf der Beifahrerseite ein Schrank entstehen. Dieser Schrank besteht eigentlich nur aus „Stehern“, zwischen denen Aluschienen verlaufen.
Natürlich musste zunächst wieder alles angezeichnet werden.

Auf dem Bild sieht man zwar die angezeichneten Punkte und Striche nicht so gut. Das sie wirklich da sind, müsst Ihr uns einfach glauben 😉

Im Anschluß mussten wieder viele Löcher gebohrt werden denn die Steher sind alle mit Winkeln an der Rückwand, der Außenwand, an der Decke und am Boden vom Schrank verschraubt und verklebt. Schließlich soll der Inhalt nach einer Fahrt in unwegsamem Gelände nicht über das Bett verstreut sein.

Diese Arbeit hat Rico‘s Rücken sicher nicht besonders gut getan aber seine Beweglichkeit deutlich gesteigert. Der Platz hier ist extrem beengt und oft musste mit langem Arm gearbeitet werden, um an die vielen Schrauben heran zu kommen. Auch das warme Sommerwetter, dass schon anfing, sich zu zeigen, hat die Arbeit nicht unbedingt angenehmer gemacht. Es sieht zwar nach wenig Arbeit aus. Aber alleine die Steher aufzustellen, hat etwa drei Tage in Anspruch genommen.

Was ist aber ein Schrank ohne Türen? Vier an der Zahl mussten mit jeweils zwei Scharnieren ihre Plätze finden.
Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Die Türen sehen toll aus und wir mussten an den Scharnieren sehr wenig einstellen.

Unter den Türen wird noch eine Leiste hinzu kommen. Die muß aber noch ihre Farbe bekommen.

Auf der gegenüber liegenden Seite haben wir eine Ablage über die gesamte Länge des Bettes montiert. Die größte Herausforderung hierbei war das Ausrichten. Holz ist ein lebendes Material und somit hatte sich die Ablage, als wir sie einbauen wollten, ein wenig verzogen. Aber mit guten Schrauben und ein wenig sanfter Gewalt gab sie schließlich auf.

Das Brett, das auf dem Bild mit einer Teleskopstange fixiert ist, hat uns auch noch einmal Kopfzerbrechen bereitet. Unsere Pläne waren wirklich bisher alle ziemlich gut durchdacht. Aber als wir dieses Brett anbringen wollten, viel uns auf, dass wir gar keine Befestigung dafür geplant hatten. Die altbekannten „Siemens Lufthaken“ hätten das Problem gelöst. Aber …
Also haben wir es kurzerhand mit Konstruktionskleber an einigen Stellen mit dem Heizkörper verklebt. Später werden hier sowieso die Matratzen für zusätzlichen Halt sorgen.

Apropos Matratzen. Inzwischen waren wir bei der Firma Schaico in Dietzingen (quasi gleich um die Ecke) und haben Matratzen und die Polster für die Sitzgruppe bestellt. Wir hatten bei den Polstern zunächst daran gedacht, sie selber zu erstellen. Da aber der Hersteller der Matratzen diese auch anbietet, haben wir uns für eine fertige Maßlösung entschieden.

Damit die Matratzen nicht auf dem Boden des Bettbereichs liegen und gut unterlüftet werden können, muss ein Unterbau verlegt werden. Wir haben uns hier für das System von Froli entschieden. Es hat sehr gute Federeigenschaften, lässt sich individuell einstellen und einfach verlegen. In unserem alten Wohnmobil hat es sich bewährt.

Die grauen Kreuze werden einfach ausgelegt und mit einander durch kräftigen Druck verbunden. Danach werden die blauen Teile einfach aufgesetzt und zur Verriegelung gedreht.
Auf der Seite unter dem Fenster verläuft ein Rohr zur Heizung. Damit die Matratze nicht zu viel Wärme ab bekommt und damit Feuchtigkeit durch Kondensation zwischen Außenwand und der Matratze verhindert wird, kommt hier Armaflex zum Einsatz.

Nun können die Matratzen kommen.

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