Hängeschränke und Heizungsgeschichten

Fürs erste war das Bad so weit fertig. Ja, natürlich fehlen noch Türen und Klappen und so… Aber wo wäre die finale Aufregung, wenn Zimmer für Zimmer fertig wären? Somit gibt es dieses Schmanckerl erst ganz zum Schluss und der Wohnraum gerät jetzt ins Visier.

Um für die Montage besser dran zu kommen, begannen wir mit den Hängeschränken. Einige Aluwinkel wurden zugeschnitten, mit Löchern versehen, angschliffen und Primer für den Kleber aufgetragen. Die Wände der Kabine bekamen ihre Löcher für die Befestigung und auch hier wurde die Oberfläche gereinigt und der Primer aufgestrichen. Anschließend haben wir die Leisten an die Wände geklebt.

Als der Kleber ausgehärtet war, haben wir die senkrechten Wände der Hängeschränke mit den Leisten verschraubt. Die Böden der Hängeschränke haben wir mit Winkeln an den Wänden verschraubt. Zusätzlichen Halt bekommen sie durch die Fensterrahmen, auf denen sie aufliegen.

Und wieder waren wir überrascht, wie genau alles zusammen passte. Wir haben nur wenig nacharbeiten müssen.

Das sieht doch schon mal toll aus.
Einen Nachteil haben die Hängeschränke allerdings: Sie waren bisher nicht da und so hat sich Rico auch schon mindestens drei Mal den Kopf an ihnen gestoßen 😄. Aber eine alte Handwerker Weisheit besagt: Wo nix ist, kann auch nix kaputt gehen.

Ohne eine funktionierende Heizung, weiß Rico, braucht er mit Frostbeule Isi nirgendwo hinzufahren. Somit galt die Konzentration nun den Heizkörpern. Sie sehen ja schon schick und professionell aus…. Aber halten sie dem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel stand??? Wasser ist ja schon einer der agilsten Stoffe. Somit eine Melodie für jeden Feuerwehrmann: Wasser marsch!!!

Die Heizungsleitungen wurden geflutet und ruhig Blut, abwarten und Tee trinken. Sind die Leitungen und Verschraubungen dicht wie eine Windel von Pampers? Die Nächte schienen lang, sehr lang… Nach einer Woche purer Enthaltsamkeit von Gustav und Konditionierung hieß es: Luft anhalten und hoffen… Was denkt ihr? Ja genau, da waren Pfützen und Tropfen an allen Verbindungen, ausser dem Verteiler selber…. Und was sagt uns das? Greif am Besten immer gleich zum Hanf. Das hätte man wortwörtlich am Besten auch machen sollen, da nun auf dem Programm stand: ALLLE (Ja, ALLE!) Verbindungen gnadenlos zu ersetzen und die sickernde, giftige Flüssigkeit in der Anlage, mit stolzen 13 Litern Flüssigkeit, aufzufangen. Besser als jedes Mikrofasertuch hat Rico den Kampf gewonnen und die gesamte Anlage trocken gelegt. Wieder lernen wir, den Respekt vor dem Handwerk und das ohne eine Prise „Gustav-Aufregung“ der Tag so gar keinen Sinn macht. Mit viel Liebe und Feingefühl hat Rico jeder Verbindung mit Hanf die Angst genommen und wir haben nun keine Kneipp´schen Aufgüsse mehr in Gustav. Doch so ein aufrichtiges, geistiges Blumenpflücken erschien es Rico erst, als ihm auffiel: Der Boiler muss ausgebaut werden. Ist ja nicht so, dass er absichtlich, platzsparend, etwas kniffelig zum Herankommen, deshalb gleich zu Anfang verbaut wurde und überhaupt… eigentlich schon Agenda…. und wie reagiert ein Mann bei sowas??? Drei Tage schlechte Stimmung mit Murmeln, Grübeln und Motzen. Aber hilft ja alles nichts… Gott brauchte 6 Tage für die Welt und Rico für die trockene Wärme für die Frau nur weitere zwei Tage.

Bitte erwartet keine Beweise für dieses Missgeschick! Erstens, es ist ein Mann… Braucht es da noch mehr Erklärungen, warum man Fehler nicht zugeben kann? Geschweige denn schwere Beweislast wie Fotos? Es war so schon schwer zu verkraften.

Die Leitungen im Bad

Was musste alles verlegt werden?
– 230V Leitungen für Steckdosen, Boiler, Kühlschrank und evtl. Gefrierfach
– 12V Leitungen für Licht und ebenfalls für den Kühlschrank
– Kaltwasser zum Boiler und zum Waschbecken
– Warmwasser zurück in den Rest des Wohnraums und zum Waschbecken
– Die Heizungsleitungen zum und vom Boiler
– Abwasserleitungen
(da fehlt noch etwas. Dazu aber später mehr)

Wir fingen mit dem Verlegen der Heizungsleitungen an. Die losen Enden waren sowieso in letzter Zeit im Weg. Das Anschließen an den Boiler ging auch ohne weitere Probleme.

Als nächstes kamen die Wasserleitung dran. Die Kaltwasserleitung wurde mit der Wasserpumpe verbunden.
Für die Verbindungen, Abzweigungen und Anschlüsse benutzen wir übrigens das System UniQuick von Reich. Die Rohrenden werden einfach in die Anschlussteile geschoben, ein Sicherungsring eingesteckt und fertig ist die Verbindung. Dieses System ist so einfach zu verlegen, dass man kaum glauben kann, dass es wirklich dicht sein soll. Aber wir vertrauen den Berichte anderer und der Empfehlung von Benny.
Die Anschlüsse am Boiler wurden fertig gestellt. Die Leitungen für das Waschbecken müssen noch warten. Wir haben ja noch keines.

Damit wir wissen, wo die Leitungen unter der Toilette entlang laufen können und sollen, musste der Bereich weiter gebaut werden.
Hier haben wir etwas mehr sägen und anpassen müssen, da wir von vorn herein bei einigen Möbelteilen Toleranzen eingeplant hatte, die wir nun aber gar nicht brauchten. Bei der Gelegenheit haben wir dann auch gleich den Hängeschrank über der Toilette eingebaut.

Wenn man an Frischwasser denkt, denkt man auch an Abwasser. Also haben wir uns als nächstes damit befasst. Unser Frischwassersystem mag etwas eigenwillig geplant sein. Ob es funktioniert, wird die Zeit zeigen.
Die Hauptabflüsse zum Abwassertank bilden die beiden Abflüsse aus der Duschwanne. Das zu erklären ist vielleicht etwas schwierig. Hier mal eine Skizze unseres Abwassersystems:

Die Idee ist, dass wir beim Händewaschen auch gleich die Urinleitung spülen. Alles geht dann in den Abwassertank.

Die Duschwanne haben wir mit zwei Flanschen versehen, in die einfache HT40 Rohre aus dem normalen Installationsbedarf gesteckt werden.

Es galt also mal wieder Löcher in den Boden der Kabine zu bohren. In diese haben wir dann ebenfalls HT40 Rohre geklebt. Wenn die Duschwanne an ihre Position gesetzt wird, gleiten die HT Rohre an der Wanne in die Anschlüsse im Boden.

Unter der Toilette haben wir den Anschluss des Trenneinsatzes zu den Abwasserrohren steckbar gemacht. Wenn wir den Deckel des Toilettenkastens abnehmen, bleiben so alle Rohre und Leitungen an ihrer Stelle.

Man kann die Anschlüsse aus HT40 Rohren gut erkennen.
Damit die vielen Leitungen unter der Toilette ordentlich liegen können, haben wir Abstandshalter auf den Boden der Kabine geschraubt. Hierauf wird dann ein doppelter Boden montiert auf dem der Behälter für die Feststoffe aus der Toilette stehen kann.

Nun hatten wir Wasser, Heizung und Abwasser verlegt. Als nächstes kam der Strom dran.
Im Bereich 230V haben wir zwei Leitungen verlegt. Die eine, drei-adrig, ist für Steckdosen für die Zahnbürsten oder was man auch immer im Bad benötigt. Die zweite Leitung ist fünf-adrig. Sie wird den Boiler, den Kühlschrank und evtl. ein Gefrierfach versorgen.

Da wir uns noch nicht für einen speziellen Kühlschrank entschieden haben, werden wir auch noch eine separate 12V Leitung legen.

Ein paar Mal hatten wir ja schon Andeutungen gemacht, was das Verlegen von Leitungen unter Möbeln angeht. Hier kommt die Auflösung.
Über dem Kühlschrank soll ein Gasbackofen eingebaut werden. Die Gasleitung für ihn muss aus dem Küchenbereich heraus, unter dem Bad hindurch, in den Schrank im Eingangsbereich und hier nach oben verlegt werden. Das klingt erst einmal nicht schwierig. Wenn man aber bedenkt, dass die Gasleitung aus Weichstahl besteht, wird einem schnell klar, dass diese Leitung nicht so einfach zu biegen ist, wie die Leitungen, die wir bisher verlegt haben. Das Zeug ist wirklich stur und lässt sich nur mit einer speziellen Biegezange formen. Wenn wir das früher bedacht hätten, hätten wir die Gasleitung noch vor dem Einbau irgendwelcher Möbel verlegt. Nun hatten wir zwei Möglichkeiten: 1. Die Möbel müssen wieder raus oder 2. wir arbeiten mit verschraubten Winkeln. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden. Natürlich können Verschraubungen undicht werden. Aber ein Gaswarner wird später sowieso installiert und der sollte uns rechtzeitig warnen, wenn etwas schief läuft.
Hier mal ein paar Bilder mit Gasleitung

Endlich war auch das geschafft und das Bad konnte geschlossen werden. Die Trennwand zwischen Küchenbereich und Bad hatten wir bisher nicht eingebaut, um besser unter der Toilette arbeiten zu können. Jetzt aber konnten wir diesen Bereich abschließen.

Ein weiterer Meilenstein

Nachdem das Thema Heizung für‘s erste erledigt ist, ging es in den letzten Wochen mit dem Innenausbau relativ zügig weiter. Während man wegen der vielen kleinen Baustellen bisher irgendwie kaum Fortschritte sehen konnte, sollte sich dies nun endlich ändern.
Die ersten Möbel fanden Einzug in die Kabine.

Den Anfang machte der Schrank im Eingangsbereich. Nun sollte sich zum Einen zeigen, wie genau die Kabine gebaut worden war und wie genau Rico im letzten Sommer bei der Vorbereitung der einzelnen Möbelteile gearbeitet hatte.
Die erste Wand, die wir einbauten war die Wand, die das Bad vom Schrank im Eingang trennt.

Die Möbel werden teilweise mit Winkelprofilen aus Aluminium und mit Stahlwinkeln an den Wänden und am Boden befestigt. An der Decke wird nichts befestigt. Bei unterschiedlichen Temperaturen dehnt sich die Kabine aus oder zieht sich eben auch wieder zusammen. Wenn die Möbel dann sowohl an der Decke, als auch an den Wänden und dem Boden befestigt wären, würde das Holz unter diesen Kräften brechen und reißen. Somit bleibt zwischen den Wänden und der Decke ein Spalt von 1-2mm.
Im Boden befindet sich unter der Deckschicht aus GFK eine 15mm starke Holzschicht. Hier reicht es, die Leisten und Winkel einfach mit Schrauben am Boden zu verschrauben. Die Wände haben jedoch keine solche Holzschicht. Hier werden die Leisten mit (Achtung, Schleichwerbung) Sikaflex verklebt. Damit die Leisten während der Trocknungszeit nicht verrutschen werden sie mit Nieten in Position gehalten.

An diese Wand wurde der Warmwasserboiler montiert. Jetzt war noch genügend Platz um das ohne großes Gefummel in irgendwelchen Ecken und Nieschen zu erledigen. Da der Boiler an sich schon ein echter Klotz ist (hoffentlich haben wir uns mit der Größe nicht übernommen) und mit Wasser gefüllt noch einmal 20Kg schwerer wird, muß die Befestigung schon einiges aushalten. Wir haben uns dazu entschieden, Einschlagmuttern in die Wand einzubringen und den Boiler daran zu verschrauben. Wir denken, das sollte stabil genug sein.

Der weitere Aufbau des Schranks glich dem Spiel Tetris. Wir mussten genau überlegen, welches Brett wir als nächstes einbauten. Der Schrank ist alles in allem etwas verschachtelt. In dem Bereich, den man vom Wohnraum aus sieht, werden später der Kühlschrank und der Backofen stehen. Darüber werden diverse größere Küchengeräte ihre Garage haben. Hinter all diesem wäre allerdings ziemlich viel Freiraum. Dieser Freiraum wird vom Bad aus durch kleine Fächer genutzt.

Um aber die Böden der Fächer an der Wand verschrauben zu können, durfte natürlich die Rückwand des Schranks für den Kühlschrank noch nicht drin sein. Die kam deshalb also erst danach an die Reihe.

Am Ende dieses Tages war es ein tolles Gefühl. Das erste Möbelstück war soweit fertig. Ein weiterer Meilenstein war gesetzt. Das sich dieser Aktionismus noch rächen sollte, zeigte sich viel später erst.
Die Zuschnitte passen bisher ziemlich genau. In den meisten Fällen ist sogar alles rechtwinklig. Von der Decke bis zum Boden laufen die Wände ca. 5mm weg. Aber bei einer so großen Fläche ist das wirklich sehr wenig und mit ein paar Strichen mit dem Handhobel sind die Möbelteile schnell angepasst.

In den folgenden Tagen ging es Schlag auf Schlag weiter. Die einzelnen Wandteile, die das Bad bilden, wurden nach und nach eingebaut.
Beim Einpassen der Platte für den Waschtisch zeigte sich, dass wir alle wirklich bis auf den Millimeter genau gearbeitet hatten. Nur an der Ecke, an der das Scharnier für die Durchgangstür zum Fahrerhaus sitzt, musste der Waschtisch etwas ausgeschnitten werden.

Als nächstes war der Boden dran. Der Unterbau für die Duschwanne wurde verschraubt und die Wanne durfte zum ersten Mal an ihrem Platz probeliegen.

Möbel einbauen macht richtig Spaß. Man sieht endlich, dass sich etwas entwickelt. Trotzdem mussten wir uns immer wieder bremsen, denn die Leitungen für Kalt- und Warmwasser, Heizung und Strom wollen auch noch verlegt werden. Wenn dann die Möbel im Weg sind, wird es ein fürchterliches Gefummel (man merke sich diese Worte…)

Schon viel zu lange her…

… dass wir den letzten Beitrag veröffentlicht haben.

Das Thema Heizung hat uns in den letzten Wochen weiter beschäftigt und ist auch immer noch nicht ganz abgeschlossen.
Es ging weiter mit dem Verlegen der Leitungen für die Heizung im Schlafbereich. Sie verlaufen vom Konvektor in den Bereich der Heckgarage, unterhalb des Schranks und kommen im hinteren Bereich von ihm wieder hoch. Das Ausgleichsgefäß hat seinen Platz hinter der zukünftigen Vitrine gefunden.

Der nächste Schritt war nun, die eigentliche Heizung zu platzieren. Die erste Idee war, sie im Innenraum zu verbauen. So sollte sie maximal geschützt sein. Das Platzangebot im Zwischenraum hätte mit Ach und Krach gereicht. Wir hätten aber so viele Leitungen wie Diesel, Frischluft und Abgasleitung durch den Boden führen müssen, dass wir uns dafür entschieden haben, sie doch nach draußen zu verbannen.
Dank des guten Wetters machte die Arbeit unter, auf, in und mit Gustav richtig Spaß!

Doch wo ist der Spaß ohne die Herausforderungen?!

Es mussten Löcher für die Befestigung der Heizung in den Zwischenrahmen gebohrt werden. Wir waren gespannt, wie sich unsere Bohrer im Kampf gegen den Rahmen schlagen würden. Unsere Sorgen waren unbegründet. Mit genügend Öl als Kühlmittel ging der Bohrer klaglos durch das Metall. In diese Löcher mussten nun Gewinde geschnitten werden. Zwar hatte Rico das schon mal gemacht. Aber nicht allzu oft und so blieb es spannend. Auch hier stellte sich heraus, dass es einfacher war, als wir zunächst befürchtet hatten. Bevor die Schrauben in die Gewinde geschraubt wurden haben wir natürlich mit hoffentlich reichlich Zinkpulverspray dafür gesorgt, dass wir uns an diesen Stellen keinen Rost einfangen. Die Heizung saß nun also. Frostbeule Frau ist somit entspannter.
Nun kamen die Löcher für die Heiz- und Stromleitungen dran. Mit einem Kernbohrer ein Loch durch eine 30mm dicke Wand im Innenraum zu bohren ist eine Geschichte. Das Gleiche jedoch bei einem 100mm dicken Boden eine vollkommen andere, da wir keine Kernbohrer mit dieser Länge besitzen. Also mussten diese Löcher in zwei Arbeitsgängen gebohrt werden. Einmal von unten und einmal von oben. Anschließend haben wir wieder den selbstklebenden Filz benutzt um die scharfen Kanten von unserem Mikrotunnel zu polstern.
Puh, das war geschafft.

Jetzt mussten die weiteren Leitungen gelegt und befestigt werden. Auch hier haben wir zur Befestigung wieder Löcher in den Zwischenrahmen gebohrt und sie mit Gewinden versehen.
Die erste Leitung war das Abgasrohr. Es enthält einen Schalldämpfer und ist aus der Verpackung heraus ziemlich lang. Erst nach geraumer Zeit wurde uns bewusst, dass man diese Leitung fast nach Belieben kürzen kann. Das erleichterte die Auswahl des Weges, den diese Leitung gehen sollte, erheblich.
Am Ende sah es so aus:

Die schwarze Leitung oben im Bild ist übrigens die Frischluftzufuhr mit dem davor sitzenden Filter/Schalldämpfer.

Nun noch schnell die Dieselleitung und schon sind wir fertig. Dachten wir… Es begann zu regnen! Zum Glück ist genügend Platz unter Gustav um zumindest bei den Arbeiten am Zwischenrahmen trocken bleiben zu können. Dennoch war Rico am Ende naß bis auf die Knochen. Gut, ein wenig Schweiß war auch dabei…

Rechts im Bild ist die Kraftstoffpumpe zu sehen.

Mit allen angeschlossenen Kabeln und Schläuchen sieht es nun so aus:


Damit dachten wir nun, das Thema Heizung sei zu einem großen Teil abgeschlossen. Leider war dem nicht so.
Die wunderschöne Umwälzpumpe, die wir gekauft hatten, weil die Originale etwas laut sein soll, passt von den elektrischen Anschlüssen nicht an unsere Eberspächer Heizung. Diese überwacht im Betrieb die Funktion der Umwälzpumpe. Dafür existiert für die originale Pumpe eine Datenleitung, die an die zusätzlich angeschaffte Pumpe nicht angeschlossen werden kann. Ohne die Signale von der Pumpe würde die Heizung also immer von einer Fehlfunktion der Pumpe ausgehen.
Wie wir dieses Problem lösen können, wissen wir noch nicht. Wir haben uns vorerst dazu entschieden, die originale Pumpe zu verbauen und abzuwarten, wie laut sie wirklich ist.

Wir werden berichten…

Heizung ist doof

Die Arbeiten an Gustav gehen nur schleppend voran. Das normale Leben hält immer wieder auf (scherzhaft gemeint). Aber wir stehen nicht unter Zeitdruck und oftmals ist eine Pause auch ganz gut, um den Kopf frei zu bekommen und sich nicht zu verrennen.

Im Keller laufen die Arbeiten an der Farbgebung der Fronten und Wände auf Hochtouren. Hierzu gibt es aber bewusst keine Bilder. Nachdem uns die ersten kritischen Kommentare zu den bisherigen Farben erreichten (Danke, Robin und Chiara), haben wir uns entschlossen, Euch mit dem Rest noch ein wenig auf die Folter zu spannen. Es bleibt spannend und bunt 😄. Bald kommen die ersten Wände. Dann seht Ihr mehr.

In Gustav stand diese Woche alles unter dem Zeichen Heizung. Warum Heizung doof ist, erklären wir weiter unten.
Eigentlich wäre es am einfachsten und am sinnvollsten, eine Ringleitung zu legen und die einzelnen heizenden Komponenten davon abzuzweigen. Dem im Wege steht allerdings das Thema „hydraulischer Abgleich“. Davon hatten wir zuvor auch noch nichts gehört. Aber es scheint für eine gut funktionierende Heizung wohl sehr wichtig zu sein.
Wasser ist – wie wir Menschen auch – ein eher faules Medium und geht gerne den Weg des geringsten Widerstandes und das ist oft auch der kürzeste Weg. Das heißt, dass die nächsten Heizkörper gut mit Wärme versorgt werden während weitaus weniger Wärme an den weiter entfernten Konvektoren ankommt. Um das auszugleichen sollte man also eine Möglichkeit schaffen, den Durchfluss zu den einzelnen Komponenten regulieren zu können um so für eine gleichmäßige Verteilung zu sorgen.
Wir kommen auf insgesamt 4 Heizkreise, die separat geregelt werden sollen: Bad, Sitzgruppe links, Sitzgruppe rechts und Bettbereich.
Die Regelung könnte man mit einfachen Kugelhähnen bewerkstelligen. Rico war diese Variante aber zu einfach (Thema „Verrennen“, siehe oben 😉).


Es ist also eine professionelle Verteilung aus dem Bereich der Fussbodenheizungen geworden. Hier kann man am Rücklauf die Durchflussmenge einstellen und durch kleine Schaugläser im Vorlauf das Ergebnis beobachten.
Ob das dann in der Praxis alles so funktioniert, wie es soll, wird sich zeigen.

Im Wohnraum wurden die Konvektoren für die Sitzgruppe montiert.


Weil diese Arbeit so schön ist, hat Rico noch weitere Löcher in die Trennwand gebohrt. Irgendwo müssen die Heizungsleitungen ja entlang laufen. Das GFK ist und bleibt aber ekelig. Man hat bei den Arbeiten ständig das Gefühl, dass das Zeug überall herum schwirrt und nur darauf wartet, dass es sich auf die Haut legen kann.

Die Heizungsleitungen haben wir erst einmal grob abgelängt und am Boden befestigt.


Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom. Genauso gibt es viele Möglichkeiten, welche Heizungsleitungen man verwendet. Der Hersteller empfiehlt Aluminiumrohre. Das haben wir im Bettbereich benutzt. Viel einfacher in der Handhabung sind jedoch sog. 16mm Mehrschichtverbund Aluminiumrohre aus dem professionellen Heizungsbau. Sie sind stabil und lassen sich wunderbar mit Hilfe einfachster Werkzeuge biegen.

Der Vorlauf und die Rückläufe für die Beifahrerseite fanden ihren Platz in der Zwischenwand.

Langsam wird’s hier eng.

Die Heizung und der Boiler im Bad können noch nicht verlegt werden. Dafür brauchen wir die ersten Wände.
Aber im Bettbereich konnte es schon weiter gehen.


Die Leitung hierfür kommt aus dem Boden des Bettes. An dieser Stelle findet sich eine Entlüftung und ein Kugelhahn. Mit ihm können wir die Heizung hier oben regulieren. Die Temperatur vom Rest des Wohnraums regeln wir über einen zentralen Thermostaten. Das Bad wird ebenfalls separat regelbar werden.


Am Kopfende des Bettes findet sich ein weiterer Konvektor. Dies ist aber nur ein kleiner. Er hat die Aufgabe, die Belüftung unterhalb der Matratze sicher zu stellen. Die Idee ist, Löcher in den Boden des Bettes am Fussende zu bohren. Luft soll dann unter der Matratze hindurch am Kopfende wieder austreten können. Der Konvektor soll diese Zirkulation unterstützen/in Gang setzen. Die Löcher werden wir außerdem nutzen, um die Stromleitungen von den Solarzellen zu den Solarladereglern zu verlegen.

Zwischendurch haben wir die Leitungen nach und nach mit den einzelnen Komponenten der Heizung verbunden.


Und spätestens hier wird der Titel dieses Blogs deutlich. Es gibt so viele Schraubverbindungen mit unterschiedlichen Durchmessern. Diverse Zollmaße, diverse mm-Maße und alle wollen irgendwie mit einander verbunden werden. 1 Zoll und ¾ Zoll am Heizungsverteiler, 16mm Verbundrohre, 22mm Innendurchmesser der Gummischläuche. Und dann kommt da noch die Frage ob später alles dicht sein wird.

Für die Verbindungen zwischen den Schläuchen, die an den Konvektoren montiert sind und dem 16mm Verbundrohr haben wir diese Variante gefunden


Unten sieht man eine Tülle, die einfach in den Gummischlauch gesteckt und mit einer Klemmschelle gesichert wird. Darüber sind die Einzelteile der Klemmringverschraubung für das 16mm Verbundrohr. Die Schraubverbindung ist ¾ Zoll.
Alle, ja wirklich alle Verschraubungen hat Rico mit Teflonband abgedichtet. Ob das so richtig ist? Ob man vielleicht hier und da Anzugsdrehmomente beachten muss? Wir wissen es nicht. Die Praxis wird es zeigen.

Die ersten Löcher

Heute wird zunächst die „Baustelle“ ein wenig eingerichtet und eröffnet. Hierzu werden einige Werkzeuge und die Ladegeräte für die Akkuschrauber und Bohrer bereit gelegt.


Die Stichsäge am unteren Bildrand lässt schon erahnen, was als nächstes kommen soll.


Das ist der Plan, den es heute in die Tat umzusetzen gilt. Die Ausschnitte sollen in die Trennwand zwischen Wohn- und Schlafbereich. Wo die Ausschnitte hin sollen, hatte Rico gestern schon angezeichnet.
Zum ersten Mal wird nun die Bohrmaschine angesetzt. Es werden Löcher in die Ecken gebohrt und ein Sägeblatt in die Stichsäge eingespannt. Ein sehr gutes Blatt für Holz sollte wohl auch in GFK Sandwichplatten ein gutes Ergebnis liefern. Oder nicht?


Nun, so sieht ein nagelneues Sägeblatt einer wirklich ausgezeichneten Qualität nach ca. 1m sägen aus.
Um es kurz zu machen: Rico hat sage und schreibe 8 Sägeblätter verbraucht, bis die Ausschnitte in der Wand waren.


Und das waren die Lehren des heutigen Tages:
1. Man sägt GFK nicht mal eben mit einem Sägeblatt für Holz. Dies scheint eindeutig das falsche Werkzeug für diese Aufgabe zu sein.
2. Höre auf den Rat von jemandem, der es absolut sicher besser weiß. Benny hatte Rico den Tipp gegeben, ein Sägeblatt abzubrechen und die beiden GFK Schichten der Sandwichplatten einzeln zu sägen. Ansonsten mag der Schnitt auf der Vorderseite zwar schön gerade sein. Auf der Rückseite macht das Sägeblatt aber was es will. Rico hat diesen Rat natürlich nicht befolgt und sein Lehrgeld besteht in einem weiteren Arbeitsgang morgen.
3. Die beiden Buchstaben GF in GFK stehen für Glasfaser. Mit ein wenig Überlegung hätte auch Rico darauf kommen können, dass sich der Staub dieses Materials beim Sägen ähnlich verhällt wie Glasfasermatten, die man zum Isolieren in Häusern verwendet. Die winzig kleinen Splitterchen setzen sich in die Haut und verursachen ein ständiges Pieksen und Jucken. Ein Ganzkörperanzug beim Bearbeiten der GFK Platten ist also sehr wichtig. Immerhin hat Rico bei der Arbeit eine FFP2 Maske getragen. Die haben wir ja alle zur Zeit reichlich herum liegen.

Erst mal anzeichnen

Wenn man die Leiter in den Wohnraum hinauf klettert, erwartet einen erst einmal nur viel weiß.


Eine räumliche Vorstellung davon, wie es einmal aussehen soll, bekommt man nur sehr schwer. Als Isotta in die Kabine kommt, bezweifelt sie, dass genug Raum für die drei Bereiche Bad, Küche und Sitzgruppe sein soll. Das Auge verliert sich in dem vielen Weiß einfach.
Also beginnt Rico damit, mit Kreppklebeband auf dem Boden die Positionen der Möbel zu markieren. Das klingt einfach, kostet aber viel Zeit. Natürlich soll alles auf den Millimeter genau sein. Bei der Gelegenheit wird die Kabine komplett vermessen. Das Ergebnis ist beeindruckend. Die vorgegebenen Maße wurden fast exakt eingehalten. Bei einem solchen Koffer wirklich eine Überraschung. Hut ab, FRM-Technik!

Als die Striche auf dem Boden fertig sind, gewinnen wir schon einen guten Eindruck davon, wie viel Platz die Kabine wirklich bietet. Das beruhigt uns.

Hier sieht man das Bad. Es sieht auf dem Bild noch ein wenig klein aus. Aber die Größe sollte ausreichen. Die kleine Schräge unten verfälscht das Bild.


Wir dachten, das die Linien an einem Tag zu schaffen seien. Aber da haben wir uns gründlich verschätzt.

Natürlich wird bei uns nicht nur an einer Baustelle gearbeitet.
Im Keller kümmert sich Isotta um die farbliche Gestaltung der Flächen, die nicht in reiner Holzoptik bleiben sollen.

Zuerst werden die Fronten mit Kreidefarbe gestrichen. Dann kommt der Tellerschleifer zum Einsatz und verleiht der Fläche einen „Shabby chic“. Zu guter Letzt wird die Oberfläche mit einem weiteren Anstrich versiegelt.

In der Wohnkabine schließt der zweite Tag an den ersten nahtlos an.
Die Striche, die zuvor auf dem Boden gezogen wurden, werden nun an den Wänden fortgesetzt.

So wird das Raumgefühl immer deutlicher. Während alles am ersten Tag noch sehr klein wirkte, ändert sich dieser Eindruck wirklich mit jedem einzelnen Strich, der seinen Platz findet.

So sieht es jetzt auf der Fahrerseite aus. Die Sitzgruppe wird bestimmt urgemütlich. Rechts am Bildrand sieht man die Gasleitung, die zum Tank unter dem Heck von Gustav führt.

Die vielen Striche zeigen die Positionen des Unterbaus für das Podest, auf dem die gesamte Sitzgruppe ruhen soll. Rechts neben der Tür wird der Unterschrank für den Holzofen entstehen.

Gustav ist zuhause

Nun ist es endlich so weit. Gustav ist zu Hause.

Am Samstag, 12.06.21, machten wir uns gegen 16:00 Uhr auf den Weg nach Giengen. Benny Jülich von FRM-Technik erwartete uns schon. Auch Gustav stand schon fast fertig vor der Halle und wartete darauf, mal wieder Autobahnluft zu schnuppern.


Ein paar Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden und bleiben deshalb erst noch in Giengen. So muss der Ausleger, an dem später Ricos Motorrad hochgehoben wird, verzinkt werden. Das Gleiche gilt für die Schiene, auf der das Motorrad dann stehen wird.
Wir haben uns ausserdem dazu entschieden, die Staukästen, die unter die Wohnkabine gehören, erst später montieren zu lassen. So dürfte es einfacher sein, Arbeiten unter Gustav auszuführen.

Da wir von FRM-Technik noch etliche Teile für den Ausbau benötigen und auch noch einiges an administrativen Aufgaben zu erledigen sind, verzögert sich die Abfahrt dann bis in die frühen Abendstunden. Aber gegen 20:00 Uhr sind die roten Überführungskennzeichen montiert und Gustav verlässt zum ersten Mal das Gelände auf dem Weg nach Hause.

Die Fahrt verläuft ohne Probleme. Es ist im Fahrerhaus nur unglaublich laut. Der Durchgang zum Wohnaufbau hat ausser dem Schlauch noch keinen Lärmschutz. So ist es, als sässe man direkt auf dem Motor.
Da wir nicht wissen, wie viel Diesel in den Tanks ist, steuern wir abseits der Autobahn recht schnell eine Tankstelle an. Den rechten Tank machen wir voll (223 Liter). In den linken Tank lassen wir nur etwa die Hälfte der Kapazität hinein laufen (209 Liter). Was der Spaß gekostet hat, kann sich jeder selber ausrechnen 😄.

Eigentlich wollte Rico während der Fahrt ein wenig filmen. Aber die Kamera muss sich auf dem Weg nach Giengen eingeschaltet haben und so ist der Akku leer.

Gegen 22:30 steht Gustav auf dem Parkplatz vor unserem Haus. Hoffentlich haben wir die Nachbarn nicht geweckt.


Achtung Ordnungshüter, aufgepasst!
Es ist Sonntag nachmittag. Rico hatte sich eigentlich vorgenommen, gleich nach Ankunft auf die Waage zu fahren. Aber da es gestern so spät geworden war, entschließt er sich, dies heute zu erledigen. Zum Glück ist eine öffentliche LKW Waage gleich im Nachbarort.
Die Ergebnisse: Vorderachse – 4600kg, Hinterachse – 3850kg, Gesamtgewicht – 8390kg.
Rechnet man von diesen Zahlen den Diesel ab, der sich in den Tanks befindet, kommen wir also aktuell auf ein Leergewicht von fast 8to.

Nun kann der Ausbau beginnen…

Die Hochzeit

Einen riesigen Meilenstein in der Entwicklung vom Rüstwagen zur Wohnung auf sechs Rädern setzt natürlich die Hochzeit zwischen Wohnkabine und Gustav.
So konnten wir es kaum erwarten bis es dann endlich am vergangenen Mittwoch soweit war.

Zuvor mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. Die meisten davon waren schon erledigt, als Rico und sein Sohn Robin bei frm-technik eintrafen.

Wir warnen Euch gleich vorweg. Dieser Beitrag wird lang 😄, hat aber viele Bilder…

Der Tunnel für den Durchgang war fixiert. Inzwischen hatte der Wohnkoffer auch das Bullauge und die Dachreeling erhalten. Alleine so war es schon ein erhebender Anblick.

Nun mag man sich zu recht fragen, wie dieser Koffer auf Gustav gehoben werden sollte.
Die Antwort ist relativ einfach aber nicht leicht. Sie hat immerhin ein Leergewicht von sage und schreibe 10 Tonnen. Der Wohnkoffer ist dagegen mit seinen ca. 750kg ein echtes Leichtgewicht.

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Auf Gustavs Hauptrahmen waren mehrere Holzbalken gelegt worden. Irgendwie sollte es schließlich möglich sein, die Gabeln des Gabelstaplers wieder heraus zu bekommen.

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Hier überprüft übrigens der Chef höchstpersönlich noch einmal die richtige Lage der Balken.

Als diese Vorarbeiten erledigt waren begann der spannende Teil. Der Wohnkoffer wurde angehoben, die Rollbretter, auf denen er bis jetzt stand, entfernt und aus der Halle gefahren. Dies war an sich schon spannend, denn der Absatz zwischen dem Betonboden der Halle und dem Schotter davor sah für unsere Augen wirklich bedrohlich hoch aus.

Der Wohnkoffer war also nun an Ort und Stelle. Da fehlte nur noch Gustav. Er wurde rückwärts darunter gefahren.
Bei dieser Gelegenheit hörten wir Gustav auch zum ersten Mal mit eigenen Ohren. Was für ein Klang! Er brüllt sonor. Kräftig. Aber – wie wir finden – nicht zu laut.
Das Angebot an Rico, das Rangieren selber zu übernehmen, lehnte er übrigens dankend ab 😄.

Das Rangieren war absolute Millimeterarbeit. Mit manch anderem Gabelstapler kann man die Last nach links und rechts ein wenig verschieben. Dies geht aber mit dem hier eingesetzten wohl nicht. Also musste Gustav vor und und zurück gefahren werden, bis es exakt passte. Es galt, die Löcher für Verschraubungen zwischen Haupt- und Hilfsrahmen hinten ganz genau in Deckung zu bringen.

Gustav stand nun schon ziemlich genau unter dem Wohnkoffer. Lediglich der seitliche Versatz musste noch angepasst werden. Hierzu wurde der Gabelstapler millimeterweise vor und zurück gefahren und die Kabine Stück für Stück abgesenkt. Der Holzbalken zwischen den beiden Blechen zeigt übrigens, wie exakt die Männer von frm-technik bei der Erstellung des Hilfsrahmens gearbeitet hatten. Der Balken diente dazu, die beiden Bleche geringfügig auseinander zu drücken, damit sie über den Hauptrahmen von Gustav passten.

Hinten stimmte alles. Da Gustav aber nicht ganz genau in einer Flucht mit dem Wohnkoffer stand, musste dieser auf den Gabeln des Staplers mit Manneskraft und unter Ausnutzung der Hebelkräfte ein wenig gedreht werden.

Nun wurde der Koffer abgesetzt.
Das Herausziehen der Gabeln des Staplers gestaltete sich allerdings doch etwas schwieriger, als gedacht. Die eine saß genau auf Höhe des Einfüllstutzens des Dieseltanks von Gustavs Beifahrerseite. Dieser wurde also kurzerhand aus seiner Halterung heraus gehoben und auf einen Unterbau auf dem Boden abgelegt. Der Stapler fuhr zurück und zog nun seine Gabeln heraus. Lediglich die vordere Gabelverlängerung blieb noch zwischen Gustavs Hauptrahmen und dem Hilfsrahmen des Wohnkoffers. Sie musste vorsichtig entfernt werden, weil sie sich ansonsten mit dem Tankeinfüllstutzen auf der Fahrerseite verkeilt hätte.

Als nächstes mussten die Holzbalken zwischen den beiden Rahmen entfernt werden. Für den hinteren kam ein kleinerer Gabelstapler zum Einsatz, der das Heck des Koffers anhob. Das war leicht.

Um auch den vorderen Balken entfernen zu können, wurde der Koffer vorn angehoben.
Um zu verhindern, dass er sich auf Gustavs Hauptrahmen verschiebt, wurde der Hilfsrahmen hinten auf beiden Seiten mit jeweils einem Bolzen gesichert. So entstand hier ein Drehpunkt.

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Für den vorderen Balken wurde die Kabine links mit dem Gabelstapler angehoben.

Auf der rechten Seite kam ein so genannter „Hijack“, eine Art Wagenheber, mit dem man sehr hoch arbeiten kann, zum Einsatz.

Damit war es geschafft! Nun ist endlich zusammen, was zusammen gehört. Auf diesen Augenblick hatten wir lange gewartet.

Gustav ist ein echtes Monster.

Aktuell misst er noch 3,75m Höhe. Das wird sich jedoch bald ändern.
Ein Mal Volltanken mit Diesel wird ihn mit zusätzlichen ca. 560kg etwas drücken. Den Innenausbau, also Möbel und fest verbaute Geräte wie Kühlschrank, Elektrik, Heizung, Kochfeld, Spüle und ähnliches, schätzen wir im Moment auf ca. 600kg. Die gefüllten Wassertanks werden dann noch einmal 500kg an Gewicht bringen und die beiden Motorräder schlagen zusammen mit etwa 400kg zu Buche. Wir schätzen, dass er bis zur Fertigstellung ca. 8-10cm an Höhe verlieren wird.
Die Schwerlastfedern schlagen im Moment noch nicht einmal an ihre Blöcke.
Sobald wir jedoch auf die großen Offroad-Räder wechseln, kommt Gustav wiederum um 13cm hoch.

Im Moment steht Gustav noch in Giengen. In den nächsten Tagen müssen einige Arbeiten an ihm fertig gestellt werden, bevor wir ihn in ca. 2 Wochen nach Hause holen und der Innenausbau beginnen kann.
Bis dahin werden der hintere Unterfahrschutz sowie die hintere Stoßstange montiert. Der Gastank wird seinen Platz finden und es müssen einige andere Kleinigkeiten erledigt werden.
Die seitlichen Staukästen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt angebracht werden. Es wird leichter sein, Arbeiten unter Gustav zu erledigen, wenn sie noch nicht im Weg sind.
Die Blaulichter bleiben erst einmal auf dem Dach. Wir wissen noch nicht so ganz, was wir mit ihnen machen sollen. Der TÜV wird sie auf keinen Fall so akzeptieren. Schreibt doch mal in die Kommentare, was Ihr damit machen würdet.

In den nächsten Tagen werden wir das Videomaterial, das während der Hochzeit entstanden ist, bearbeiten und online stellen. Da wir im Bearbeiten von Videos nicht sehr viel Erfahrung haben, wird dies einige Tage dauern. Aber wir werden an dieser Stelle berichten, wenn wir damit fertig sind.

Diesen Beitrag möchten wir mit einem ausdrücklichen Dank an die Männer und die Frau 😉 von frm-technik schließen. Die Hochzeit war ein einmaliges Erlebnis und Ihr habt abermals gezeigt, dass Ihr absolute Profis seid!
Vielen Dank für die bislang geleistete Arbeit.